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Deutsche Meisterschaft der Lateiner in Saarbrücken |
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Geschrieben von Lisa Meins
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Sunday, 22. March 2009 |
Ganz knapp verfehlte das Saltatio-Top-Lateinpaar, Sergiy Plyuta/Debbie Seefeldt, den Einzug ins Semifinale. Ihr 16. Platz lag nur mit zwei Kreuzen hinter den 14 Paaren, die sich letztendlich für das Halbfinale qualifiziert hatten.
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Der dritte Samstag im März ist jährlich der „Tag der
Lateiner". In diesem Jahr trafen sich 80 Titelanwärter (gemeldet waren
91) zur Ermittllung ihres Deutschen Meisters in der Saarlandhalle in
Saarbrücken. Unser Saltatiopaar Sergiy Plyuta und Debbie Seefeldt,
übersprang die erste Hürde mit einem ungeahnten „Sternchen"; d. h. sie
brauchten erst in der ersten Zwischenrunde ins Turnier einzusteigen, da
ihre bisher ertanzten Turnierergebnisse ihnen einen 20. Platz in der
deutschen Rangliste beschert hatten.
So kamen die beiden ganz gelassen erst kurz vor Turnierbeginn bei der
Turnierstätte an, wo wir, die wir rd. 700 km aus Hamburg zurückgelegt
hatten, uns schon die bange Frage stellten, ob ihnen etwa etwas
passiert sein könnte. Aber als das Startbuch unseres Hamburger Meisters
mit der Nr. 56 abgegeben worden war, suchten wir uns für die Vor- und
die beiden ersten Zwischenrunden einen guten Platz am Rande des
Parketts.
In der Vorrunde konnten wir in jeweils 8 Gruppen die 56 Paare ohne
Sternchen in aller Ruhe beobachten, darunter auch die Hamburger
Vizemeister vom Club Céronne Jurij Kaiser und Aleksandra Kistanova. Die
beiden fielen als „Goldkinder" nicht nur wegen ihres glänzenden
Outfits, sondern auch wegen ihrer Ausstrahlung und ihrer sichtbaren
Freude am Gelingen ihres Vortrages auf. Wir waren sicher, dass ihnen
der Eintritt in die nächsten Runden „glänzend" gelingen würde.
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In der ersten Zwischenrunden konnten wir dann auch unsere beiden
Saltatianer erstmals live erleben. Und was wir sahen, überraschte uns
sehr angenehm: Schon das gemeinsame Betreten der Tanzfläche zeigte
Übereinstimmung und Zuversicht. Die Darbietung der fünf Tänze gelang
den beiden sehr gekonnt und tanztypisch. Wir hegten keine Zweifel, dass
sie sich damit für die Abendveranstaltung, die Runde der besten 24,
qualifizieren würden.
In der 48er Runde (hier waren es nur 46 Paare) kamen dann noch die
besten zwölf Ranglistenpaare hinzu. Spätestens jetzt wurde erkennbar,
dass das Erreichen des Finales für jedes Paar ein „hartes Stück Arbeit"
sein würde. Auch die schon am Nachmittag anwesenden Zuschauer merkten
dies und begannen mit ihren „Unterstützungskampagnen". Zugegeben: wir
zwei vom Saltatio hatten in Sachen Lautstärke und Effektivität keine
großen Chancen. Aber die beiden Hamburger Paare vertraten den HATV auch
ohne großen Fanclub bestens.
Dank der Arbeit mit „Digis" (digitale Wertungseingabe) konnte schon
kurz nach Beendigung der jeweiligen Runden, die Bekanntgabe der
qualifizierten Paare erfolgen. Gegen 17.30 Uhr geschah dies für die 25
Paare der Abendveranstaltung. Sergiy und Debbie waren dabei, Jurij und
Aleksandra hatten leider den Sprung nicht geschafft. Sie waren mit dem
erreichten 35. Platz auch nicht zufrieden, und dass sie auch in ihrem
dritten Anlauf bei einer DM nicht in die Runde des Viertelfinales
eindringen konnten, enttäuschte die beiden sehr. Dennoch verfolgten sie
den weiteren Verlauf der Meisterschaft, um dann zu nächtlicher Stunde
den langen Heimweg nach Hamburg anzutreten.
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Gespannt erwarteten wir Hamburger das Ergebnis nach dem Viertelfinale.
Schade, Debbie und Sergiy wurden nicht zum Semifinale aufgerufen. Aber
als wir kurze Zeit später erfuhren, dass ihnen nur zwei Kreuze gefehlt
hatten, waren wir doch hochzufrieden. Sergiy und Debbie haben den HATV
und den Club Saltatio Hamburg bei der diesjährigen Deutschen
Meisterschaft in der Lateinsektion sehr erfolgreich vertreten.
Glückwunsch!
Keine wirkliche Überraschung gab es bei der Zusammensetzung der
Finalrunde, überraschend war allenfalls, wenngleich schon ein wenig
vorempfunden, das endgültige Ergebnis:
Neue deutsche Meister wurden sehr deutlich mit 38 von 45 ersten Plätzen Timo Kulczak und Motshegetsi Mabuse (Schwarz-Weiß_ Club Pforzheim) vor den bisherigen Meistern Jesper Birkehoj/Anna Kravchenko (TSC Astoria Karlsruhe).
Für die Abendveranstaltung hatte sich die Saarlandhalle ein festliches
Outfit zugelegt, Live-Musik durch die Stefan Sünder Band gab es für den
Publikumstanz und für das Rahmenprogramm hatte sich der ausrichtende
TSC Ottweiler abwechslungsreiche Zutaten einfallen lassen. So trat zur
Eröffnung die starke Kinderabteilung des Clubs flächenfüllend auf, die
erst junge Abteilung der Flamencotänzerinnen brachte in original
andalusischen Trachten spanisches Flair in die Pause vor dem Semifinale
und Faszination und „Augenschmaus" fabrizierten die Magic Artists, eine
Gruppe ehemaliger Leistungsturner, die damit viel Beifall der Zuschauer
herausforderten, sogar noch nach der Siegerehrung.
Neue Deutsche Meister der Lateintänze: Timo Kulczak/Motshegetsi Mabuse (li.) und ihre Vorgänger Jesper Birkehoj/Anna Kravchenko
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Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 25. March 2009 )
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