„Alles neu“, so lautete das Motto aller drei
Saltatio-Formationen, die sich am 8. Januar in der Aula der Schule Hohnerkamp
ihren Freunden, Fans und Vereinskameraden präsentierten. Die vielen
Interessierten, die auf der Bühne und in Dreierreihe rund um die Tanzfläche
platziert waren, ließen gerade noch so viel Platz, dass jedes Team seine
Choreografie schwungvoll austanzen konnte.
Diesen Platz nutzte aber zunächst
der Moderator, Tobias Brügmann, Sport- und Pressewart des Clubs, der sehr launig und kenntnisreich durch das
angedachte Programm führte und dabei auf die vielen Neuerungen in den drei -
eigentlich vier - Formationen
hinwies.
Beginnend mit dem Standard-B-Team
musste er lobend anerkennen, dass die Weiterreichung der Besten an das A-Team
für diese Gruppe besonders schmerzlich war. Eine Auffüllung gelang nur mühsam
und die letzten Mittänzer/innen waren erst seit Mitte Dezember dabei. An der
Musik von vor sechs Jahren war gefeilt worden und die dem Leistungsstand der Teammitglieder
besser angepasste Choreografie war total
neu von den allerdings „bekannten“ (um nicht zu sagen „alten“) Trainern, Daniela
und Lars Webersen, erarbeitet worden.
Neu war auch das gesamte Outfit der acht Damen
und Herren, die sich sichtlich wohlfühlten in der selbst entworfenen und z. T.
selbst geschneiderten – und natürlich selbst bezahlten – Garderobe. Wer in der
vergangenen Saison dabei war, erlebte jetzt eine wesentlich verbesserte und richtig schwungvolle „Moulin
Rouge“. Darauf können alle Beteiligten
richtig stolz sein. Und die noch kleinen Unstimmigkeiten werden die inzwischen
zu einer sehr herzlichen Mannschaft zusammengewachsenen Tänzerinnen und Tänzer gemeinsam
mit Danni und Lars bis zum ersten Start am 12. Februar in Nienburg noch
ausbügeln.
Für die
folgende Latein-A-Formation galt ganz besonders: Alles total neu: Trainer,
Musik, Choreografie, Kleidung, 50% der Tänzerinnen und Tänzer und, so konnte
man hinter den Kulissen erfahren, sogar die Paarzusammenstellungen waren nicht
so wie in der vergangenen Saison.
Der erfolgreiche Saltatio-Latein-Trainer, David Jühlke, hatte sich
intensiv um Unterstützung im Formationsbereich bemüht und in Michael Jahn,
einen sehr erfolgreichen Tänzer der TSG Bremerhaven, einen mehrfachen
Deutschen-, Europa- und Weltmeister, als Trainer und Choreografen für den
Saltatio gewinnen können. Dieser war es
auch, der wagemutig und konsequent die ihm anvertrauten Tänzer/innen nach
Besicht und guter Optik als Paare neu zusammenstellte. Als erfahrenem
Formationstänzer gelang es ihm ganz offensichtlich auch, die „Truppe“ aus 16 –
20 jungen Menschen zu gezielter Mitarbeit und intensivem Training zu
motivieren.
Ein neuer Musikmix der „Tokyo Nights“ wurde zur Grundlage der neuen
Choreografie. Gemeinsam entwarfen Trainer und Team das neue Outfit, auch die
Fertigstellung verdient den Begriff „Gemeinschaftsarbeit“. Nur die letzten
Nadelstiche, so Tobias Brügmann, setzte der Trainer mit seiner mitgebrachten
Nähmaschine während der Präsentationsvorbereitung noch selbst. Kein Wunder, dass sich auch dieses Team als
eine eingeschworene Gemeinschaft mit viel Freude und Elan darstellte. Die
ehemalige Sportwartin des Clubs entdeckte übrigens in diesem Team auch ein
Jugendpaar, 15 und 17 Jahre alt, das zwar erst seit kurzem dabei ist, aber schon richtig gut mithalten konnte. Die Zeit bis zum ersten
Start am 28. Januar in Bremerhaven wird auch dieses Team noch zum Ausfeilen
nutzen, wenngleich schon drei Wochenendtrainingslager hinter den Teilnehmern
liegen und „runde Füße“ an der Tagesordnung sind. Aber jedermann weiß, dass die
Konkurrenz in der Oberliga Nord (Gruppe B) ganz bestimmt den Winter nicht
verschlafen hat.
Teamgeist, Teamfähigkeit und Teamarbeit prägen auch das Bild der
Standard-A-Formation des Clubs.
Ihr neues Idol ist Robbie Williams, dessen Musik sie zu der von
Wolfgang Daniel entworfenen anspruchsvollen Choreografie vertanzen. Natürlich
wollte auch diese Mannschaft sich in Farbe und Stil der Kleider verändern. Die
Damen konferierten lange und ausführlich zu diesen Fragen, bis endlich Kerstin
Peuker, die schon seit Jahren die Standardformationen des Clubs tatkräftig
unterstützt, mit dem Nähen beginnen konnte. „Aber“, so erzählt die gute Seele
des A-Teams, Christel Henschel, „soviel Stoff, soviel Zubehör und soviel Zeit
wie für diese Kleider, das gab es noch nie!“
Sie weiß sogar die Meterzahlen für Stoffe, Satinband,
Rüschen und Angelschnur, und spätestens als sie bei ca. 40 000 Strasssteinen
angelangt ist, wissen wir, dass nicht nur das Training bei Klaus Gundlach und
Wolfgang Daniel, sondern auch die Fertigstellung der Kleidung richtig viel
Arbeit war; ganz abgesehen von dem hohen Zeit- und Geldeinsatz, den jedes
Teammitglied zu leisten hatte.
Wer kurz nach den Sommerferien das ausgedünnte
Standard-A-Team besucht hätte, der hätte vielleicht Zweifel an der
Startfähigkeit in der neuen Saison gehabt. Aber schon die Arbeit in der
B-Formation hatte gute Tänzerinnen und Tänzer hervorgebracht, die nun natürlich
auch ein wenig stolz darauf waren, in die nächste „Klasse“ aufsteigen zu
dürfen. Sie haben sich, wie wir bei der Präsentation erkennen konnten, bestens
eingefügt und sich den Anforderungen entsprechend sehr verbessert. „Im Laufe
des Trainings“, so Christel Henschel, „hat sich ein tolles Team gebildet, das mit
ganz viel Eifer und Freude dabei ist“.
Eine Mannschaft mit dieser Einsatzbereitschaft hat auch
große Ziele. Sie lauten: Gewinn der Regionalliga Nord, Qualifikation zum Aufstiegsturnier
in die 2. Bundesliga und schließlich der Aufstieg in diese Liga. Ob ein
Daumendrücken allein erfolgreich sein kann, wage ich zu bezweifeln, besser wäre
eine Unterstützung bei den Turnieren vor Ort - das gilt für alle Formationen! Man findet Ort und Datum aller
Turniere auf der Internetseite des Clubs: www.clubsaltatio.de
Nachdem sich alle drei Mannschaften ihrem Publikum zweimal erfolgreich
präsentiert hatten, stand ein gemeinsamer Fototermin auf dem Programm. Es ist
schon beeindruckend, eine so große und gutgelaunte Formationstruppe vor der
Linse zu haben. Das gibt es in Hamburg aber nur im Club Saltatio und darauf
kann dieser Club, vor allem seine Verantwortlichen, stolz sein.
Eigentlich sollten sich ja vier Mannschaften an diesem Tag
vorstellen. Ein zweites Lateinteam, das von Tobias Brügmann aufgebaut wird, war schon für den Start in
diese neue Saison eingeplant, aber im Laufe des Weihnachtsmonats waren einige
Herren „verlorengegangen“. Schade, aber Tobias lässt sich nicht entmutigen. Er
erwartet nach wie vor tanzfreudige junge
Menschen, die den Mannschaftssport lieben. Vorkenntnisse sind nicht
erforderlich. Das zukünftige Latein-B-Team hätte dann richtig viel Zeit, um
sich auf die Saison 2012/2013 vorzubereiten.
Noch bis in den Abend hinein wurde in kleinen Grüppchen
diskutiert, fotografiert und Wiedersehen gefeiert, obwohl der Festausschuss um
Christian Rinn und Gabi Hansen sicherlich gerne die Aula wieder für die
Schulnutzung hergerichtet hätte. Immerhin hatten am Tage zuvor die Turniere um
die Neujahrspokale in dieser Halle unter ihrer Regie stattgefunden.
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