Bunte Startfelder im TTC Harburg

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 19. Juli 2007 Geschrieben von Wike
Den nachfolgenden Bericht mailten uns Ev Kallmeyer und Ingo Winzenick. Vielen Dank dafür: Am vergangenen Wochenende waren A- und B-Paare der Hauptgruppe bis Senioren II an den „Südstrand“ der Elbe geladen und zahlreich gekommen. Wohl auch Dank der Doppelstartmöglichkeiten waren neben den „altbekannten“ Hamburgern auch zahlreiche Paare aus dem weiteren Umfeld angereist und haben die Startfelder so besonders attraktiv werden lassen. Gewinner in der Klasse „weiteste Anreise“ war eindeutig ein Paar aus Bonn, aber auch Rostock, Berlin und Hannover waren vertreten. Ähnlich bunt wie die Startfelder sahen auch die Wertungen der Endrunden aus. Bis auf wenige Paare, bei denen sich alle fünf Wertungsrichter einig waren, gelang es kaum einem Paar im Kopf den errungenen Platz mitzurechnen. Da ist es natürlich besonders schön, dass sich ausgerechnet bei Jens und Maike Wolff alle einig waren, dass sie das Sen. I B-Turnier gewinnen sollten. Herzlichen Glückwunsch zum dritten Turniersieg an diesem Wochenende!
Ehrensache natürlich, dass die beiden anschließend auch in der Hauptgruppe II mitgetanzt haben. Aber hier gab es auch für Turnier-Routiniers noch neue Herausforderungen: da das Startfeld mit nur sechs Paaren bereits die Endrunde stellte, war die Vorrunde eher als Präsentationsrunde zu sehen, nur war sie nicht als solche angekündigt. Stattdessen meinten die Paare, sie wären zum Marathontanzen eingeteilt worden: keine Rundenauslosung, daher auch keine Pausen, und schon mal gar keine Verkürzung der Tänze auf jeweils eine Minute. Und warum sich als Turnierleiterin auch dazu hergeben, zwischen den Tänzen mal kurz etwas über die Vereinsgeschichte, fleißige Turnierhelfer oder auch über das Winterwetter zu erzählen. So konnten die Zuschauer dann amüsiert belächeln, dass alle sechs Paare der Endrunde schon vor deren Beginn triefend und tropfend am keuchten und hechelten. Aber mit der Hauptgruppe kann man’s ja machen, die ist schließlich fit! Entschuldigend wollen wir gelten lassen, dass die Turnierleiterin an diesem Tag ihr Debüt gab und deshalb die Paare nicht aus Boshaftigkeit sondern aus purer Nervosität ein wenig gequält hat. Das KO-Tanzen machten dann Berlin und Bonn unter sich aus, wobei Berlin mit Phillipp Caffier und Rena Kohinata (Royal Dance Berlin e. V.) knapp die Nase vorn hatte. Für den Saltatio gab es die Plätze 3 und 4, und wir waren froh, die Endrunde, die durch die Tanzpausen für die offene Wertung geradezu zum Ausruhen war, überhaupt bestritten zu haben Zum Hauptgruppen-Turnier waren wir natürlich alle wieder erholt, und dieses Mal gab es denn auch eine Vorrunde mit kurzen Erzählpausen. Bonn und Berlin waren auch wieder dabei. Doch dieses Mal ging der Sieg mit der deutlichen Majorität der Einsen nach Hamburg, an Dennis Geiter und Alexandra Albers vom Club Céronne. Nikolas Kuramochi und Raphaela Edeler vom TSC Blau-Gold Rondo Bonn wurden erneut Vizesieger und freuten sich tierisch über ein so erfolgreiches Wochenende im Norden. Wir verließen das Finale als fünfte und fühlten uns damit gut bewertet, denn unser Quickstep, der doch so ein lustiger Tanz sein sollte, war ein einziges Trauerspiel. Aber zum Abschluss des Turniertages gab es noch einen ganz besonderen Augenschmaus. Schon im vorangegangenen Turnier der Hauptgruppe II A hatte es keine Zweifel über das Siegerpaar gegeben, die Einsen gingen fast komplett an den Club Céronne, denn der war durch **Attila Gácser und Isabel Möller** vertreten. Die restlichen Plätze wurden von den Wertungsrichtern sehr unterschiedlich vergeben. Schön für den Club Saltatio, dass mit Andreas und Sabine Kross und Andy und Michaela Adiwidjaja gleich zwei Paare das Finale bestritten. Ab dem Wiener Walzer zeigten sich für erstere Tendenzen in Richtung zweiter, für letztere in Richtung sechster Platz. In der Hauptgruppe A, dem letzten Turnier des Tages, war das Startfeld mit nur fünf Paaren dann zwar sehr übersichtlich, doch die meisten Zuschauer und Turnierpaare wollten sowieso in erster Linie ein einziges Paar sehen: Attila Gácser und Isabel Möller eben, vom Club Céronne. Sie erteilten einmal mehr eine Lektion in Sachen Körperkontrolle und binnenkörperlicher Spannung, die wir alle doch so gern hätten. Das war Anschauungsunterricht erster Güte also, besonders im Tango und Quickstep. Unter begeistertem Applaus gewannen die beiden dann auch mit allen Einsen. Einziger Wehrmutstropfen: die beiden haben damit in Hamburg ihre Abschiedsvorstellung gegeben, denn Attila muss beruflich ins Ausland. Vielleicht, um den Abschied zu erleichtern und um die Stimmung noch einmal zu steigern, entschieden sich die beiden für einen Jive als Siegertanz! Klar, dass alle aus dem Häuschen waren und die beiden so mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschieden konnten.
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