Drei Hamburger Vizemeister an einem Tag

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 25. März 2010 Geschrieben von Lisa Meins
Fünf Hamburger Meisterschaften fanden beim Hamburger Sport-Verein an der „Ohe" statt und bescherten dem Ausrichter ein richtig volles Haus, wenngleich der Versuch, dieses zu betreten, nahezu Schwimmfähigkeiten voraussetzte wegen des noch gefroreren Mooruntergrundes, auf dem die bekannte Tanzsportstätte steht.

Nach Überwindung dieses Hindernisses erwartete die zahlreichen Gäste aber ein bestens vorbereitetes HSV-Team. Die vergleichsweise umfangreichen Startfelder zauberten denn auch ein Strahlen in die Gesichter der Ausrichter.

Der Club Saltatio Hamburg war in drei der fünf Meisterschaften mit je einem Paar beteiligt. Alle drei Paare konnten sich deutlich für das Finale qualifizieren und haben den Saltatio schon dadurch bestens vertreten. 

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In der Senioren II C-Klasse waren es Axel Schypulla und Birgit Pommerening, die die Messlatte für die weiteren Saltatianer hochlegten. Die offene Wertung ließ für die Zuschauer erkennen, dass hier doch deutlich Konkurrenzkampf der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg im Spiel war, Konsens war selten erkennbar. Allerdings konnten sich einmal mehr  die Glinder Kai Nitschke/Trude Ossenbach ganz nach oben abheben. Fast alle Einsen versammelten sich bei ihnen und sicherten ihnen damit den Titel des Gesamtsiegers und des Hamburger Meisters. Für Axel und Birgit wurde es leider nur ein fünfter Platz in diesem Gesamtfeld, dennoch wurden sie damit Hamburger Vizemeister. Darüber freuen wir uns mit ihnen.

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Axel Schypulla/Birgit Pommerening Hamburger Vize der Sen. II C 

Es folgte das Turnier der Senioren II B-Klasse, in dem Holger Wuttke und Dr. Rosemarie Neumann-Spieß die Farben des Saltatio vertraten.  Das taten sie wahrlich sehr eindrucksvoll und überzeugend. Leider wurde gerade in dieser Klasse der Länderehrgeiz zur Grundlage des Wertens. Weder Zuschauer noch Paare vermochten die aufgezeigten Wertungen als positives oder negatives Zeichen einzuschätzen. Selbst der spätere Sieger musste auf seinem Konto sieben sechste und zwei fünfte Plätze verbuchen. Er hatte andererseits aber nur vier erste Plätze von 25 möglichen erhalten, während Holger und Rosi immerhin 11 davon bekommen hatten. Sie landeten dennoch im Gesamtturnier lediglich auf dem dritten Platz, sicherten allerdings damit für Hamburg den Vizemeistertitel. Wir gratulieren ihnen dazu herzlich und empfehlen das genannte Wertungstableau für zukunftige Turnierleiterausbildungen und fragen abschließend, ob so gemeinsame Landesmeisterschaften aussehen müssen.

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Holger Wuttke/Rosi Neumann-Spieß Hamburger Vize der Sen. II B

 

Die Hamburger Meisterschaft der Senioren II Sonderklasse fand zum Wohle der Gäste erst nach einer kurzen Verschnauf- und Speisepause  ab 20 Uhr statt. Es war außerdem eine „Dreiländermeisterschaft", zu dem sich auch zwei Bremer Paare eingefunden hatten.

Hier hatten die ausharrenden Saltatianer (Trainer Klaus Gundlach und drei Vorstandsmitglieder) ein richtig heißes Eisen im Feuer: Maike und Jens Wolff, die erstmals in der neuen Altersgruppe an den Start gingen. Das 23paarige Startfeld verlangte zunächst einmal Kondition, denn wer ins Finale wollte bzw. durfte, der hatte vier Runden, sprich 20 Tänze in Top-Ausführung vor sich. Aber Routiniers wie unsere Wölffis wussten das und präsentierten sich von Beginn an in bestechender Form.

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Jens und Maike Wolff Hamburger Vize der Sen. II S 

 

Im sechspaarige Finale fanden sich alle drei Landesverbände wieder: ein Paar aus Bremen: Volkmar und Renate Jahn, die eigentlich schon der Seniorengruppe III angehören, sich aber absolut verdient für das Finale empfohlen hatten. Ein weiteres Paar aus Schleswig-Holstein: Holger und Sabine Kohlschmidt, die sich in den ersten Runden als mögliche Sieger hervorgetan hatten. Dazu vier Hamburger Paare: die Ehepaare Wierzbicki (Glinde) und Wolff (Saltatio) und zwei HSVer Matthias Wichmann/Corinna Haegermann und Dirk Keller/Heidemarie Schulz. Spannend war vor allem der Kampf um den Sieg, der in den ersten beiden Tänzen noch an unsere Wölffis ging, dann aber in den weiteren drei Tänzen an Matthias Wichmann und Corinna Haegermann. Entsprechend laut war natürlich der Zuspruch der vielen Mitglieder des ausrichtenden HSV. Aber auch die Saltatianer, die inzwischen Verstärkung aus der Trainingsgruppe und den Formationen erhalten hatten,  geizten nicht mit Anfeuerungsrufen und Applaus. So wurde es ein dritter Vizemeistertitel an diesem Tag für den Club Saltatio Hamburg.

Auf Platz drei landete ein weiteres Hamburger Paar, Grazyna und Michael Wierzbicki, die sich knapp vor Holger und Sabine Kohlschmidt schieben konnten.

Erst um Mitternacht lichteten sich die Reihen der Zuschauer dieses Mammut-Meisterschaftstages, während die Siegesfeiern ihren Anfang nahmen.

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